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MOE-Rüstblatt – Verwaltung und Druck von Fertigungsunterlagen, Traceability

Diese Software-Lösung wurde speziell für Blaupunkt Hildesheim (jetzt Robert Bosch Car Multimedia) entwickelt, um Fertigungsunterlagen (Produktions-Laufzettel, im Blaupunkt-Sprachgebrauch: Rüstblätter) zu verwalten und auszudrucken bzw. an Bildschirmen in der Fertigung verfügbar zu machen. Der Applikation liegt eine ORACLE-Datenbank zugrunde, damit die Daten auch komfortabel von der Traceability-Software ausgewertet werden können.

Besonderer Wert wurde dabei auf intuitive Bedienbarkeit und hohe Flexiblität gelegt: Fertigungsabläufe können mit wenigen Mausklicks für spezielle Produkte zusammengestellt werden.

Die Fertigungseinrichtungen (Stationen) werden den Abläufen (Linien) zugeordnet, wobei jede Fertigungseinrichtung mehrere Eigenschaften hat. In diesen Eigenschaften werden z.B. NC-Programm-Name, Material, Hilfsmittel und Hinweise gespeichert, die dann den Inhalt der Fertigungsunterlagen darstellen.

Den Erfordernissen flexibler Fertigungsabläufe wird dadurch Rechnung getragen, dass einzelne Stationen mehreren Linien zugeordnet werden können. So werden in der Praxis z.B. spezielle Testeinrichtungen von mehreren Bestücklinien gespeist. Die anschließenden Fertigungsschritte (wie z.B. Kommisionierung) können wieder getrennt verlaufen.

Bei kurzfristigen Änderungen der Abläufe sind nur wenige Anpassungen notwendig, die durch intelligente Kopierfunktionen unterstützt werden, um den manuellen Aufwand des Bedienpersonals zu reduzieren.

Produkte werden automatisch bei der Freigabe durch unser CAD/CAM-System FIPS'cam an die Datenbank übergeben und stehen somit sofort nach Fertigstellung der NC-Programme zur weiteren Daten-Vervollständigung durch das Werkstatt-Personal zur Verfügung. Diese Tätigkeit wird durch Vorgaben für wiederkehrende Eintragungen unterstützt, so dass der Zeitaufwand dafür gering bleibt.

Bei der Herstellung sorgen die abgelegten Informationen dafür, dass z.B. die richtigen Hilfsmittel zum Einsatz kommen, indem die IDs des Produkts, der Station und des Hilfsmittels (z.B. ein Prüfadapter) gescannt und mit den in der Traceability-Datenbank hinterlegten Informationen verglichen werden. Damit kann vor dem Anlauf eines neuen Fertigungsloses sichergestellt werden, dass alle Maschinen der Linien korrekt vorbereitet sind.

Durch diese Kontroll-Mechanismen senkt die Verwendung der Software auch die Fehler- und gleichzeitig die Ausschuss-Quote und sorgt zudem für eine Reduzierung der Einrichtzeiten.


Begriffserklärung

Traceability (Rückverfolgbarkeit) bedeutet in der Produktion,
„ … dass zu einem Produkt … jederzeit festgestellt werden kann, wann und wo und durch wen die Ware gewonnen, hergestellt, verarbeitet, gelagert, transportiert, verbraucht oder entsorgt wurde.

Downstream Tracing (englisch, »Verfolgung stromabwärts«) bezeichnet die Rückverfolgung von Ware entlang der logistischen Kette vom Hersteller in Richtung Verbraucher.

Die verfolgte Produkteinheit ist typischerweise ein Los (Merkmal: gemeinsame Losnummer) oder ein einzelnes Exemplar des Produkts (Merkmal: eindeutige Seriennummer). Die Rückverfolgung kann nur einen Teil der Kette erfassen und z. B. beim Einzelhandel enden oder sich bis zum Verbraucher erstrecken.“

siehe: Wikipedia


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