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Stirbt der gute Manitu?

7. Dezember 2025


Vorgeschichte bei noesis

Logo 1blu

Als das Ingenieurbüro noesis GbR Ende 2022 seine Arbeit einstellte und die Geschäfte ab Januar 2023 durch das noesis it-büro knut lohse weitergeführt wurden, schaute ich mich nach einem neuen Webhoster um, um die Kosten für das Webhosting zu senken. Zu dieser Zeit waren wir bei 1blu mit dem Paket Homepage Professional, wofür im Jahr ca. 155 Euro fällig wurden. Dorthin wechselten wir im Jahr 2007, damals für ca. 107 Euro im Jahr (Paket Homepage Unlimited).

Logo manitu

Bei manitu kostete das Paket „Webhosting M“ 30 Euro pro Jahr, was also eine satte Ersparnis von 125 Euro pro Jahr ergab. Außerdem – und das gab den Ausschlag für die Entscheidung! – gefiel mir die Firmenphilosophie des Unternehmens. Leider ist manitu.de nicht im Internet-Archiv zu finden — warum auch immer.
Überzeugt, eine gute Empfehlung auszusprechen, habe ich seitdem einige Freunde und Kunden auf diesen Internet-Anbieter aufmerksam gemacht bzw. in Folge auch dorthin transferiert (in einem Fall sogar ebenfalls von 1blu).

Vergleich der Angebote, Auswahl

Feature
1blu
(HP prof., 2023)
manitu
(M, 2023)
manitu
(M, aktuell)
Plattenplatz
300 GB
50 GB
100 GB
Memory
k.A.
265 MB
512 MB
SSL-Zertifikate
Let's Encrypt
Let's Encrypt
Let's Encrypt
Postfächer
unbegrenzt
25
25
Serverstandort
Deutschland
Deutschland
Deutschland
Preis p.a. ca.
155
30
72 (+140 %!)

Nun, auch nach der „Preisanpassung“ zählt manitu sicher noch zu den preiswerteren Hostern und sofern alle früheren Versprechen auch zukünftig eingehalten werden, kann man wohl damit leben.

Manitu jetzt 1blu (seit 24. Juli 2025)

Der Verkauf des Unternehmens wurde von mir — wie auch von vielen anderen Kunden — nicht vorhergesehen. Zudem habe ich ihn zunächst nicht bemerkt, wenngleich ich bereits am 1. Oktober 2025, hätte ich denn die an diesem Tag zugestellte Rechnung gründlich gelesen, erkennen können, dass der Geschäftsführer nicht mehr Manuel Schmitt ist, sondern – ausgerechnet! – Johann Dasch (Inhaber von 1blu).

Das nächste Mal, dass ich hätte stutzig werden können, war die wenig später eingehende Mitteilung, dass eine Migration auf eine neue Hostingplattform ansteht und man heute schon von den verbesserten Leistungen profitieren könne. Allerdings müssten im Zuge derselben auch die Kosten „angepasst“ (Klartext: deutlich angehoben!) werden.
Natürlich: kein Verkäufer hebt einfach die Preise an, dahinter steht – leider! – immer ein heftiger Zwang. Sarkasmus aus.
Ich empfahl allen, die auf meine Empfehlung Kunden von manitu geworden waren, diesen Schritt nicht zu tun, denn es war in keinem der Fälle technisch notwendig. Übrigens auch bei mir selbst nicht!

Etwas später, in meinem Fall Ende November, wurde dann mitgeteilt, dass keine Wahlfreiheit bestünde und die Umstellung und damit der höhere Preis für alle bindend würde. Immerhin: bis zum Ende der bereits bezahlten Periode (maximal ein halbes Jahr) gelte noch der ursprüngliche Preis.

Natürlich empfinde ich es als ganz schlechten Stil, wenn Kunden eines Unternehmens nicht rechtzeitig und durch direkte Kontaktaufnahme vom (geplanten!) Verkauf der Firma in Kenntnis gesetzt werden. Schließlich wechselt damit im Prinzip der Vertragspartner — auch wenn das rein juristisch nicht der Fall sein mag. Eine solche Tatsache nur in einem Blog (hostblogger.de, den die Betroffenen ja erst einmal finden oder kennen müssen – siehe unten 2. Punkt) zur Kenntnis zu bringen, halte ich für völlig unzureichend!

Ich selbst stand ja Ende 2022 vor diesem Thema und habe alle Geschäftspartner von der anstehenden Änderung der Firmierung in Kenntnis gesetzt, und das, obwohl damit keinerlei Änderung der bestehenden Geschäftsbeziehung verbunden war! Im Gegenteil erfolgte für eine größere Anzahl meiner Kunden (gemeinnützige Vereine, Privatleute) eine Kostensenkung durch Wegfall der – in diesen Fällen nicht absetzbaren – Umsatzsteuer.

Was ist nun zu erwarten?

Noch habe ich die leise Hoffnung, dass die Gründe, die vor knapp drei Jahren für den Providerwechsel zu manitu ausschlaggebend waren, auch weiterhin noch eine Zeit lang tragfähig sein werden.
Allerdings bleibt zu befürchten, dass der nun in der Technik arbeitende ehemalige Gründer und Geschäftsführer mit der Zeit an Einfluss und Gestaltungsmöglichkeiten verliert. Das finde ich äußerst bedauerlich und wage zu behaupten, dass eine Umstellung der technischen Grundlagen auch ohne den Verkauf der Firma möglich gewesen wäre, vielleicht nicht ganz so gut „wirtschaftlich darstellbar“.
Aber man muss vermutlich anerkennen, dass die Dinge halt so ablaufen und meistens doch letztendlich noch so edle Absichten auf dem Altar des Mammons geopfert werden.

Ich werde die Entwicklung nun aufmerksamer verfolgen und – hoffentlich tragfähig und zur rechten Zeit – Handlungs-Empfehlungen abgeben können.


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